DDR-Architektur fotografieren: Diese Orte solltest du kennen
Berlin ist eine Stadt voller Gegensätze – und gerade die oft übersehenen Bauten aus der DDR-Zeit erzählen viel über Ästhetik und Fortschritt. Die Ostmoderne mit ihren klaren Linien, Betonflächen und monumentalen Formen zieht mich fotografisch immer wieder an.
In diesem Post möchte ich ein paar Spots mit dir teilen, an denen Du Architektur der Ostmoderne finden und fotografieren kannst.
1. Haus des Lehrers
Direkt am Alexanderplatz steht das Haus des Lehrers mit einer aufwendig verzierten Fassade. Das umlaufende Mosaik des Künstlers Walter Womacka zeigt Szenen aus dem Alltag der DDR – Bildung und Arbeit.
Fotografisch spannend sind die Kontraste: die farbige Mosaikfassade trifft auf eine geradlinige Architektur. Besonders am Nachmittag fällt das Licht schön schräg auf das Gebäude.
2. Berliner Congress Center (BCC)
Das Berliner Congress Center befindet sich direkt am Alexanderplatz – auf demselben Platz wie das Haus des Lehrers – und ist ein herausragendes Beispiel für Ostmoderne Architektur in Berlin. Zu DDR-Zeiten diente das BCC als Veranstaltungsort für Konzerte, Tagungen und Kongresse der SED-Parteiführung.
Besonders auffällig sind die große Metallkuppel und die weitläufige, fast vollständig verglaste Fassade, die sich ideal für Architekturfotografie eignet. Die Glasflächen bieten spannende Möglichkeiten für Spiegelungen und Lichtreflexionen, während die klaren Linien des Gebäudes deinem Bildaufbau Struktur und Tiefe verleihen.
3. Haus des Reisens
Das Haus des Reisens verdankt seinen Namen der damaligen Tatsache, dass zu DDR-Zeiten viele Reiseorganisationen dort ansässig waren.
Besonders markant sind die Metallplastiken an der Fassade und die große Bronzetafel.
Heutzutage steht das Haus größtenteils leer.
4. Cafe Moskau
Das Cafe Moskau, mit seiner ikonischen Mosaikfassade, war früher DDR- Treffpunkt für internationale Gäste und galt als Zeichen der Freundschaft zu Moskau.
Die spannend gestaltet Fassade in Kombination mit den großen Fensterflächen eigenen sich bestens für Fotos.
Die Ostmoderne ist rau, kantig, direkt und gerade deshalb reizvoll. Diese Architektur fordert dich heraus, genauer hinzusehen, Linien zu erkennen, Flächen bewusst zu gestalten. Viele dieser Gebäude stehen mitten in Berlin, doch kaum jemand bleibt davor stehen.
Wenn Du dich auf die Sprache der Ostmoderne einlässt, entdeckst du eine ganz eigene Schönheit – voller Geschichte, Struktur und fotografischem Potenzial.
Kennst du weitere spannende Spots in Berlin oder hast eigene Bilder an diesen Orten gemacht? Dann schreib mir gerne oder tagge mich auf Instagram. Ich freue mich, deine Perspektive zu sehen.