Fotografieren im Alltag: So findest du Zeit – auch wenn du keine hast
„Ich habe keine Zeit zum Fotografieren“ – ein Satz, den ich selbst gut kenne.
Zwischen Projekten, E-Mails, Fahrten, To-do-Listen und Alltagspflichten bleibt das Fotografieren oft auf der Strecke. Dabei habe ich über die Jahre gemerkt: Es braucht gar nicht viel Zeit, sondern eher einen Blick für das, was da ist.
Denn die besten Bilder entstehen oft nicht dann, wenn ich mir viel vornehme – sondern dann, wenn ich kurz innehalte, die Kamera aus der Tasche ziehe und bewusst durchs Viertel gehe. Ein Fotowalk muss nicht lang sein, um gut zu sein.
Zeit finden, wo Du sie nicht erwartest:
Wir denken oft, Fotografie braucht Stunden – aber manchmal reichen 5 bis 10 Minuten auf dem Heimweg.
Ein paar Beispiele aus meinem Alltag:
Ich bin 10 Minuten zu früh beim Termin: Kamera raus.
Ich warte auf die Bahn: Kamera raus.
Ich gehe zum Supermarkt, aber ein Umweg führt mich an interessanten Fassaden vorbei.
Ich laufe mit dem Hund durch die Straßen und habe die Kamera und er Tasche
Das Entscheidende: Nicht auf die perfekte Gelegenheit warten, sondern die kleinen Lücken im Alltag nutzen.
Sei jederzeit beriet Fotos zu machen
wichtig ist, dass Du jederzeit bereit bist ein paar Fotos zu machen. Eine kleinere und kompakte Kamera, wie die Fujifilm X100VI oder die Ricoh GR sind hierfür ideal geeignet. Wenn Du keine kleine Kamera hast, oder dir nicht erst eine kaufen möchtest, dann nimm die Kamera, die Du auf jeden fall immer dabei hast - deine Handykamera.
Es kommt nicht darauf an wie, sondern ob Du fotografierst
Stell dir selbst kleine Aufgaben
Solltest Du dich dafür entscheiden auf dem Weg zur Arbeit oder beim spazieren mit dem Hund die Kamera mitzunehmen wirst Du schnell feststellen, dass Du oft am selben Ort fotografierst. damit dir das nicht langweilig wird, stell dir kleine Aufgaben für jeden Walk:
nur gelbe Motive
nur Details
nur Schwarz-Weiß
Spiegelungen
etc.
So kannst Du Abwechslungen in gewohnte Strecken bringen und deine Augen trainieren neues zu “sehen”.
Klasse vor Masse
Es geht nicht darum jeden Tag 100 perfekte Fotos zu machen - das ist auch nicht umsetzbar.
Es geht darum zu fotografieren und in Übung zu bleiben. Manchmal wirst Du feststellen, dass bei dem Mini Walk nur ein einziges Foto entstanden ist und das ist in Ordnung. Es geht um die Freude an der Fotografie, nicht darum ein Massenprodukt zu produzieren.
Fazit
Du brauchst nicht mehr Zeit. Du musst die verfügbare Zeit nur besser nutzen.
Wenn du anfängst, den Alltag nicht nur zu leben, sondern zu sehen, wird jedes Fenster, jeder Zaun, jede Straße zur Einladung. Deine Kamera wird nicht länger auf Gelegenheiten warten – sie wird Teil deiner Routine. Und plötzlich ist da wieder Zeit fürs Fotografieren. Jeden Tag ein bisschen.